Dekanatstag 2025

Das war der Dekanatstag in Silz

Deine Hoffnung ist gefragt“

Am 18. Oktober 2025 fand in Silz der Dekanatstag statt, zu dem Dekan Kidane Korabza eingeladen hatte. Unter dem Motto „Deine Hoffnung ist gefragt“ fanden sich zahlreiche Teilnehmer:innen aus dem gesamten Dekanat Silz im Gemeindesaal Silz ein.

 

 

Die Einstimmung erfolgte durch einen Impuls von Bischof Hermann Glettler und wurde von Texten aus dem in den Kirchen der Pfarre Längenfeld aufgelegten Hoffnungsbuch sowie darauf abgestimmten Gebeten von Pfarrer Grzegorz Nowicki und Pfarrhelferin Natalie Scheiber abgerundet. (Hinweis: Ein Auszug dieser Texte/Gebete findet sich am Ende dieses Berichts). Die Anwesenden setzten sich mit der Hoffnung in unserer Welt auseinander und beschäftigten sich gemeinsam mit Kirchenmusikreferent Manfred Novak auch auf kreative Weise mit dem spannenden Thema.

 

Im Anschluss folgte der Vortrag von Prof. Józef Niewiadomsiki zur Fragestellung „Was lässt uns hoffen?“, indem er sachlich und persönlich seine Gedanken teilte. Mit dem Zitat „Dum spiro spero – Solange ich atme, hoffe ich“ führte er aus, dass „diese Erkenntnis keine biologische Banalität darstellt. Es ist der schöpferische Atem Gottes, der die Menschen hoffnungsvoll atmen lässt, den animalischen Überlebenstrieb mit Hoffnung überlagert und transformiert. Einer Hoffnung, die sich nicht mit „alles wird gut“ zufriedengibt, sondern Erfüllung durch Übersteigern von Grenzen sucht.“

Zum Abschluss des inhaltlichen Teils stellten sich Lea Spielmann, die Jugendbürgermeisterin der Gemeinde Mieming, Barbara Hackhofer, Pflegedienstleiterin im Haus Elisabeth, Prof. Józef Niewiadomski und Bischof Hermann Glettler einer Podiumsdiskussion und den Fragen aus dem Publikum.

Der inhaltliche Bogen des Tages, der von Xaver Schädle und Michaela Wanner moderiert wurde, fand seinen Ausklang beim gemeinsamen Essen im Jugendheim der Pfarre Silz und der Hl. Messe in der Pfarrkirche Silz mit Bischof Hermann. Die Hl. Messe wurde gemeinsam vom Kirchenchor Silz und Manfred Novak an der Orgel musikalisch umrahmt.

 

Auszug aus dem Hoffnungsbuch der Pfarre Längenfeld:

 

Viele Menschen haben ihre Gedanken zur Frage: „Was gibt mir Hoffnung?“ im Hoffnungsbuch der Pfarre Längenfeld festgehalten, sehr persönlich, ehrlich, manchmal ganz schlicht – und doch tief berührend:

 

Hoffnung ist für mich nicht nur ein Gefühl – es ist eine Frequenz.
Hoffnung bedeutet für mich, dass Liebe, Schutz und Führung mich und meine Liebsten umgeben. Hoffnung lässt mich daran glauben, dass ich irgendwann jede Herausforderung meines Lebens verstehe und daran wachse. Hoffnung fühlt sich an wie gelboranges Sonnenlicht, welches meine Haut liebevoll umhüllt und wärmt. Hoffnung ist das Licht eines Leuchtturms, welches mir meinen Seelenweg zeigt – durch Begegnungen, Menschen, Orte, Gespräche oder ein Gefühl. Liebe, die mich umgibt – sie gibt mir Hoffnung jeden Tag. Daher entscheide ich mich, mein Herz für die Liebe offen zu halten – ganz gleich wie die Umstände in meinem Leben sind.“

 

Passend zu diesen Gedanken hat Pfarrer Grzegorz Nowicki folgendes Gebet formuliert:

 

Guter Gott,

manchmal spüren wir deine Nähe wie Sonne auf der Haut,

manchmal scheint sie weit weg.

Doch du bist da – im Guten, das uns begegnet,

in der Liebe, die uns trägt.

Hilf uns, das Herz offen zu halten,

auch wenn das Leben nicht leicht ist.

Lass uns Menschen sein, die Hoffnung weitergeben –

durch Wärme, Freundlichkeit und Mut.

Amen.

 

Ein weiterer Eintrag aus dem Hoffnungsbuch:

 

Tief in meinem Herzen lebt eine Hoffnung, die größer ist als Worte. 
Sie wurzelt im Glauben an Gott - ein leises Vertrauen, das mich trägt, wenn der Weg unsicher ist. In seiner Gegenwart finde ich Trost, Sinn und ein Licht, das selbst in dunklen Zeiten nicht erlöscht. Ich sehe SEINE Liebe in den Augen guter Menschen, hören sie in liebevollen Worten, in einer helfenden Hand, in einem Lächeln, das ohne Grund gegeben wird. Das gibt mir Mut auf das Gute zu vertrauen.“

 

Passend dazu folgendes Gebet:

 

Heiliger Geist, du bist die leise Kraft, die uns Mut gibt,

wenn das Leben unsicher wird.

Du bist das Licht, das nie ganz verlöscht,

auch wenn die Tage dunkel sind.

Lass uns deine Nähe spüren in Menschen, die uns verstehen, in einem Lächeln, das uns guttut, in kleinen Zeichen der Güte.

Schenke uns Vertrauen und Ruhe im Herzen 

und mach uns fähig, Hoffnung zu schenken, wo sie fehlt.

Amen.